Sonntag, 27. November 2011

Die Türkei will Kriegsdienstverweigerer nicht mehr bestrafen

dradio.de 22.11.2011

Den Kriegsdienst zu verweigern, diese Alternative hatten junge türkische Männer bislang nicht. Deshalb verlangte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Kriegsdienstverweigerer unter rechtlichen Schutz gestellt werden. Lange blieb dieser Appell unerhört, jetzt aber tut sich etwas.

Das Interview für sich war eine kleine Sensation. 15 Minuten lang wurde Mehmet Tarhan im türkischen Nachrichtensender CNNTURK befragt, und das zur besten Sendezeit. Noch vor wenigen Jahren wäre das in der Türkei undenkbar gewesen, denn Tarhan ist Kriegsdienstverweigerer. Ein Tabuthema - denn noch immer gilt der Satz: Jeder Türke ist ein geborener Soldat. Doch überraschend hat die türkische Regierung nun eine Gesetzesänderung zur Kriegsdienstverweigerung angekündigt. Nicht ganz freiwillig, wie der Pazifist Tarhan sagt:

"Die Türkei wurde 2006 vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof wegen der strafrechtlichen Verfolgung eines Kriegsdienstverweigerers verurteilt. Der Europarat erwartet seitdem eine Gesetzesänderung. Nun, nach fünf Jahren, liefert die Türkei. Aber da wurde ein Gesetz vorbereitet, an dem wir Betroffene oder sonstige Fachleute nicht beteiligt waren. Darum bin ich gespannt, was nun dabei herauskommt."

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Mittwoch, 23. November 2011

Ausstellung zur Verfolgung der Zeugen Jehovas

bild.de 22.11.2011

Dresden (dpa/sn) - In Sachsens Landtag wird heute um 18 Uhr eine Ausstellung über die Verfolgung der Zeugen Jehovas während der Nazi-Diktatur und zu DDR-Zeiten eröffnet. Dabei wird ein besonderer Blick auch auf Sachsen gerichtet. «Standhaft trotz Verfolgung» ist die Ausstellung überschrieben, die bis zum 21. Dezember im Besucherfoyer des Parlamentes gezeigt wird. In der Nazi-Zeit waren rund 8800 Zeugen Jehovas in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Rund 950 überlebten die Haft nicht, etwa 370 von ihnen wurden hingerichtet. In der DDR waren die Aktivitäten der Zeugen Jehovas 1950 verboten worden. Rund 6000 Anhänger wurden inhaftiert, darunter etwa 300, die schon in der Nazi-Zeit in Lagern waren. Mehr als 60 starben in Untersuchungshaft, Strafvollzug oder kurz danach.

Quelle: www.bild.de

Kündigung wegen mangelhafter Religionszugehörigkeit

relevant.at 23.11.2011

Kirchliche Arbeitgeber dürfen die Einstellung von Mitarbeitern davon abhängig machen, dass diese einer bestimmten Religion zugehörig sind. Wenn er einen Mitarbeiter allerdings in Kenntnis seiner fehlenden Religionszugehörigkeit einstellt, darf er ihn deswegen später nicht kündigen. Das hat das Arbeitsgericht Ludwigshafen in der oben zitierten Entscheidung noch einmal festgestellt. Eine christliche Sozialstation hatte ihrer Arbeitnehmerin gekündigt, weil diese als Muslimin keiner christlichen Kirche angehörte. Problematisch für den Arbeitgeber: Dieser Umstand war dem Arbeitgeber bereits bei der Einstellung bekannt.

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Montag, 21. November 2011

Aum ein psychiatrisches Mind Control Experiment

Ōmu Shinrikyō ist eine ursprünglich in Japan entstandene religiöse Gruppierung, die insbesondere in Russland stark vertreten war und in der deutschsprachigen Presse Ōmu Shinrikyō häufig als „Aum-Sekte“ bezeichnet wird.
Am 20. März 1995 verübten Anhänger von Ōmu Shinrikyō einen Giftgasanschlag in der Tokioter U-Bahn. 12 Menschen kamen dabei ums Leben, 54 Menschen wurden schwer und 6000 leicht verletzt.
Heute bestätigte das Oberste Gericht in Japan die Todesstrafe für Seiichi Endo. Damit endet eine Reihe von Gerichtsprozessen gegen die Mitglieder von Aum.
Vieles ist über den Giftgasanschlag in der Tokioter Metro berichtet worden.
Was die wenigsten aber nicht wissen ist, dass Elektroschocks und Schmerz-Drogen-Hypnose von Ärzten in der Aum Gemeinschaft im Rahmen eines Mind Control Experiment zum Einsatz kamen. Davon erfährt man in der Presse nichts.

Es folgt ein Auszug aus einer englischen Dokumentation, die sich damit auseinandersetzt:

Aum Supreme Truth was a phenomena in the 1990s. It had been raided in 1990 and then in 1995. It was in the news. It expanded. It was controversial. It had opponents. But it was different. What was the difference? Why did it travel down a path that few other groups ever went down? What other similar organizations had gone down that same path? What was behind it? These are the questions I asked myself when I first saw the media headlines in late March 1995. I reasoned that if Aum members had been involved in killings, then there would be people inside the organization who had been dealing in mind altering drugs as well as other mental treatments. When I saw pictures of people being removed from the Aum hospital in drugged comas I felt I knew immediately what had happening inside Aum. I also believed that this information would be suppressed and the story would be a long time in the telling.

While the source of the reasons for the killings in Aum was becoming very clear to myself as likely to have been created by psychiatric treatment, scores of psychiatrists turned up within the media all preaching their message that they were the only ones capable to judge what was happening inside Aum. The result was much psychiatric double talk on how Aum, being a religious incorporation, was performing a form of mind-control, a theory already long since debunked in the USA. As a result the data on the psychiatric experiments which Aum were performing on their members was slowly let out into the media along with much other irrelevant data in such a way so that the source of the problems of Aum could remain hidden.

Thus in evaluating the phenomena of Aum the media was unable to be see the actual source of the crimes at Aum, which of course was the psychiatric treatment, and which continues in hospitals around Japan today.

This book is about Aum, and its psychiatrists, and its dhttp://www.blogger.com/img/blank.gifoctors, who were the source of reasons why the indiscriminate killings occur. This book is also about the psychiatrists who the Aum doctors learned form, as well as the backgrounds of the psychiatric techniques Aum used. This book is also about psychiatry, its history, and what it really is.


http://dmedia.ucsc.edu/~vdemaso/asg3/AUM/frameset.htm

Donnerstag, 17. November 2011

Scientologen in der Piratenpartei?

Seit dem 16.11.2011 ist in den Medien von einer Unterwanderung der Piratenpartei durch Scientologen zu lesen.
Die Realität sieht jedoch anders aus. Auf der offiziellen Webseite der Piratenpartei Duisburg ist zu lesen:

...dass der Kreisverband Düsseldorf einen Scientologen als Parteimitglied führt. Da sich das Mitglied auf einer Mailingliste selbst als Scientologe bezeichnet hat, ist dieser Fall unstrittig. Dass weitere Scientologen in Düsseldorf oder NRW Parteimitglied sind, ist möglich, jedoch bisher nicht nachweisbar.

Änlich erging es der Hamburger FDP schon in den 90er Jahren, als die Hamburger SPD im Wahlkampf der FDP vorwarf, sie wäre "von Scientologen unterwandert". Die FDP reagierte mit einem "Unvereinbarkeitsbeschluß". Die Fakten: Ganze zwei Scientology-Mitglieder, die in der Partei keinerlei Ämter ausübten, befanden sich damals in der Hamburger FDP.

Doch nicht genung; im Juni 1995 modifizierte die FDP die Gründe, die ihrer Entscheidung vom Oktober 1992 zugrundelagen, Scientologen aus der FDP auszuschließen. Die Resolution vom Juni 1995 ordnet alle FDP-Verbände an, keine Scientologen als Mitglieder zuzulassen, bzw. verlangt, daß Scientologen, die Mitglieder sind, entweder aus der FDP oder aus Scientology austreten. Frau L. B., eine Scientologin und auch Mitglied der FDP, wurde wegen ihrer Zugehörigkeit zu Scientology aus der FDP ausgeschlossen. Dieser modifizierte "Unvereinbarkeitsbeschluß" vom Juni 1995 wurde gefaßt, um die Entscheidung des Schiedsgerichts der Bundes-FDP vom Januar 1995 zu umgehen, dass den Ausschluss eines Scientologen aus dem FDP-Kreisverband München-Land am 27.01.1995(Az 8-3-2/II-94) mit folgender Begründung aufgehoben hat:

"eingehende Befragung xxx und die Erörterung des Sachverhalts mit ihnen hat nicht ergeben, daß sie sich in der Partei aufgrund ihrer gleichzeitigen Mitgliedschaft in der Scientology-Organisation parteischädigend verhalten haben und verhalten."

"Das Bundesschiedsgericht weist abschließend darauf hin, dass dieser Beschluss nur die Parteimitgliedschaft der xxx betrifft und keine generellen, auch für andere Scientology-Mitglieder geltenden Feststellungen trifft."



Demnach ist die jetzige Berichterstattung über eine angebliche Unterwanderung der Piratenpartei nicht nachzuvollziehen. Warum gerade jetzt und warum ausgerechnet die Piratenpartei? Es drängt sich der naheliegende Verdacht auf, dass es sich um eine künstliche Kontroverse handelt, die im Zusammenhang mit der nächsten Landtagswahl 2014 in Nordrhein-Westfalen, zusammenhängt. Siehe Ziel: Einzug bei nächster Landtagswahl Piratenpartei will ins Düsseldorfer Parlament
Womöglich kann der Einzug der Piratenpartei ins Düsseldorfer Parlament vereiltet werden wenn man früh genung auf "Misstände" innerhalb der Piratenpartei hinweist.

Das nicht jeder gleich auf die Aufregung eingeht zeigt die Reaktion der Bundespartei der Piraten; die Süddeutsche schreibt am 16.11.2011 dazu:

In der Bundespartei hält man die Aufregung für übertrieben. Es sei "weniger dramatisch" als es dargestellt worden sei, da sich das Problem vornehmlich auf den Kreisverband Düsseldorf beschränke, sagte Sprecher Christopher Lang sueddeutsche.de. Gleichzeitig haben die Piraten zumindest in Berlin aber gar kein so großes Problem mit dem vermeintlichen scientologischen Zulauf. Man beruft sich auf die Religionsfreiheit und darauf, dass man die Religionszugehörigkeit ebenso wenig erfasse wie das Geschlecht der Mitglieder.

Religion sei Privatsache, sagte Lang und nahm damit Bezug auf eine Sprecherin von Scientology, die mit ähnlichen Worten auch das parteiliche Engagement der Scientologen rechtfertigt hatte. "Unsere Position ist, dass Religion schlussendlich Privatsache ist und in der Partei nichts verhttp://www.blogger.com/img/blank.gifloren hat", sagte Lang. Er kritisiere die Praktiken von Scientology privat durchaus, man sei jedoch eine basisdemokratische Partei, weswegen der Bundesvorstand hier weder ein Pro- noch eine Contra-Position vertrete.


Es bleibt abzuwarten wie die Piratenpartei entscheidet.

Jedoch sind die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der FDP, CDU, CSU und SPD aus den 90er Jahren nach heutiger gefestigter Rechtssprechung zur Scientology Kirche und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht mehr haltbar. Egal ob man Scientology als eine Weltanschauungs- oder Religionsgemeinschaft ansieht. Siehe Religion darf Unsinn sein

Die Scientology Kirche Deutschland verfolgt zudem keine politischen Zielsetzungen und Aktivitäten. Sie hat zu allen in dem Zusammenhang stehenden relevanten Themen und Fragen in den Bereich Politik, Demokratie, Menschenrechte und Verfassungsschutz auf der Webseite scientology-fakten.de in der Rubrik Scientology eine Gefahr? diesbezüglich Hintergrundinformationen veröffentlicht.

Dienstag, 15. November 2011

Der Verfassungsschutz und die Bekämpfung des Rechtsextremismus

Die Scientology Kirche Deutschland hat auf der Webseite scientology-verfassungsschutz.de Hintergrundinformationen
und Nachrichten zur Geschichte, den zweifelhaften Methoden des Verfassungsshutzes und seiner V-Leute in den folgenden Bereichen veröffentlicht:

Spionage, NS-Vergangenheit, Terrorismusbekämpfung, Politik, Religion, Scientology Kirche, Bildungswesen, Rechtsextremismus, Sonstige Fälle

Dienstag, 8. November 2011

Scientology: Unterwanderung von Wirtschaft und Firmen?

scientology-fakaten.de 20.10.2011

Untenstehend folgt eine Gegenüberstellung der unterschiedlichsten Behauptungen und Tatsachen zur Unterwanderung der Wirtschaft durch Scientology oder Scientologen

1. Behauptung: Die Scientology Kirche stelle weder eine Religions- noch eine Weltanschauungsgemeinschaft dar, sondern ein Wirtschaftsunternehmen (Gewerbe).

Tatsache: Dieser Behauptung diametral entgegengesetzt sind hingegen die Beurteilungen von über 30 Gerichten nur in der Bundesrepublik sowie zahlreiche, weltweite Entscheidungen von Gerichten, Regierungsstellen, Behörden und die Untersuchungsergebnisse der renommiertesten Religionswissenschaftler. An dem religiösen Charakter der Scientology Kirche besteht kein Zweifel.

Über Jahre wurde die Scientology Kirche in Deutschland als "Wirtschaftsunternehmen" bzw. "Gewerbe" etikettiert. Die rechtlichen Auseinandersetzungen zu diesen Unterstellungen mussten zwangsweise durch alle Instanzen geführt werden.

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Freitag, 4. November 2011

Scientology Berufungsprozess in Paris - Hintergründe

scientology-fakten.de 04.11.2011

Am Donnerstag den 03.11.2011 hat ein Berufungsprozess in Paris gegen zwei Scientology Körperschaften begonnen. Untenstehend ein Stellungnahme der Scientology Kirche Frankreich zu diesem Berufungsprozess.

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South Park vs. Scientology

scientology-fakten.de 03.11.2011

Untenstehend ist eine Stellungnahme und Richigstellung der Pressesprecherin der Scientology Kirche International, Karin Pouw, als Antwort auf eine Anfrage von Guy Adams, der für The Independent schreibt, zu finden. Es geht hier um Bespitzelungsvorwürfe gegen die Scientology Kirche. Angeblich habe die Scientology Kirche die Macher von South Park, Matt Stone und Trey Parker, bespitzelt, nachdem in der South-Park Episode "Schrankgeflüster" ("Trapped in the Closet") von 2005 sie sich recht derb über die Scientology Kirche und Tom Cruise lustig gemacht haben.

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