Basler Zeitung 09.02.2011
Die Neuapostolische Kirche Basel wird noch nicht kantonal anerkannt: Der Grosse Rat hat am Mittwoch die Vorlage dazu auf Antrag der SP an die Regierung zurückgewiesen.
Die Vorlage zur Anerkennung der Neuapostolische Kirche (NAK) wurde am Ende mit 46 gegen 34 Stimmen bei drei Enthaltungen zurückgewiesen. Die Regierung hatte demgegenüber grünes Licht geben wollen: Aus seiner Sicht erfüllt die NAK die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen, Religionsinhalte würden nicht überprüft.
Zu reden gab ein Passus in den NAK-Schriften, wonach zwar das weltliche Recht einzuhalten sei, ausser jedoch bei Widerspruch gegen göttliche Regelungen. Laut Finanzdirektorin Eva Herzog meint die NAK damit nur allfällige Konflikte mit Menschenrechten und der Religionsfreiheit, was man gelten lassen könne.
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Nachrichten über Promis, Religion und Menschenrechte
Donnerstag, 10. Februar 2011
Mittwoch, 2. Februar 2011
Staatliche Bekenntnisschulen: Wie der Taufschein Nachbarskinder entzweit
ZEIT ONLINE 01.02.2011
In Nordrhein-Westfalen sind ein Drittel der staatlichen Grundschulen katholisch. Seit Kurzem werden andersgläubige Kinder dort abgelehnt, obwohl sie in der Nähe wohnen.
Kurze Beine, kurze Wege: Nach dieser plausiblen Regel können Grundschüler fast überall in der Nähe ihrer Wohnung zum Unterricht gehen – nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen. An einem Drittel aller staatlichen Primarschulen ist die richtige Religion ausschlaggebend dafür, ob der Nachwuchs einen Platz bekommt. Denn von den rund 3200 staatlichen Grundschulen im Lande sind 1100 katholisch und 100 evangelisch. So etwas gibt es sonst nur, in geringerem Ausmaß allerdings, in Niedersachsen.
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Lange war das kein Problem. "Katholisch, das war bis vor Kurzem nur der Schulname", sagt Anja Niemeier. Zwei ihrer Kinder hat sie schon durch die Katholische Grundschule in Bonn-Buschdorf gebracht, jetzt geht die Jüngste, Ida, dort hin. Es schicken so gut wie alle Buschdorfer, auch Muslime, ihre Kinder auf die "Katholische". Sie ist nämlich die einzige Schule am Wohnort. Die Niemeiers selbst sind evangelisch.
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In Nordrhein-Westfalen sind ein Drittel der staatlichen Grundschulen katholisch. Seit Kurzem werden andersgläubige Kinder dort abgelehnt, obwohl sie in der Nähe wohnen.
Kurze Beine, kurze Wege: Nach dieser plausiblen Regel können Grundschüler fast überall in der Nähe ihrer Wohnung zum Unterricht gehen – nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen. An einem Drittel aller staatlichen Primarschulen ist die richtige Religion ausschlaggebend dafür, ob der Nachwuchs einen Platz bekommt. Denn von den rund 3200 staatlichen Grundschulen im Lande sind 1100 katholisch und 100 evangelisch. So etwas gibt es sonst nur, in geringerem Ausmaß allerdings, in Niedersachsen.
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Lange war das kein Problem. "Katholisch, das war bis vor Kurzem nur der Schulname", sagt Anja Niemeier. Zwei ihrer Kinder hat sie schon durch die Katholische Grundschule in Bonn-Buschdorf gebracht, jetzt geht die Jüngste, Ida, dort hin. Es schicken so gut wie alle Buschdorfer, auch Muslime, ihre Kinder auf die "Katholische". Sie ist nämlich die einzige Schule am Wohnort. Die Niemeiers selbst sind evangelisch.
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