Zur Zeit wird viel über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche berichtet. Passend dazu habe ich, da sich diese Webseite u.a. mit neuen religiösen Bewegungen befasst, einen Zeitungsartikel gefunden.
Von Ingolf Bossenz Neues Deutschland 09.02.2010
Australien, USA, England, Frankreich, Irland, Österreich, Polen, Deutschland ... Der länder- und kontinentübergreifende Sumpf ist nach Jahren in groben Konturen zu erkennen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester der katholischen Kirche entspricht in seiner internationalen Dimension dem Anspruch der Una Sancta, Weltkirche zu sein. In Irland tat sich dabei – bislang – der schauerlichste der schlammigen Abgründe auf. Jahrzehntelang hatten dort Prälaten Tausende Kinder, die sich in ihrer »Obhut« befanden, systematisch missbraucht. Die Kirchenleitung vertuschte die Verbrechen – mit Duldung und Förderung der staatlichen Behörden...
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Nachrichten über Promis, Religion und Menschenrechte
Samstag, 27. Februar 2010
Kommentar: Dänische Dummheiten
Flagge DänemarksVon Stephan Hebel FR-online.de 26.02.2010
Eines muss man den Dänen lassen: Wie man die Auseinandersetzung um Islam und Islamismus auf keinen Fall führen sollte, das führen sie seit Jahren beispielhaft vor.
Es begann vor vier Jahren mit dem PR-Gag der Zeitung Jyllands-Posten: Als gezielte und unverhohlene Provokation der dänischen Muslime druckte sie die mittlerweile berühmten Mohammed-Karikaturen. Das Blatt hatte die Freiheit dazu, und gegen jeden, der den Abdruck verbieten wollte, mit Gewalt protestierte oder gar einen Zeichner bedrohte, wurde diese Freiheit mit Recht verteidigt. Aber was erlaubt ist, muss nicht klug sein. Der Abdruck war dumm, weil er die Auseinandersetzung mit dem Islamismus durch Provokation ersetzte.
Die Dummheit pflanzt sich seitdem fort, und sie verschont keine der streitenden Parteien. Zeitungen drucken die Karikaturen mit Heldengeste nach, obwohl es viel mutiger wäre, sich dem Dialog mit den Muslimen zu stellen. Und nun setzt das Blatt Politiken noch einen drauf, sozusagen von der anderen Seite, und entschuldigt sich für eben diesen Abdruck.
Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden.
Freitag, 26. Februar 2010
US-Armee: Mit Antidepressiva in den Krieg
Spiegel Online 08.06.2008
Alarmierend viele US-Soldaten nehmen einer Studie zufolge während ihrer Einsätze im Irak und in Afghanistan täglich Antidepressiva. Die Medikamente könnten der Grund für die hohe Selbstmordrate in der Armee sein.
Sie erleben täglich unvorstellbar grausame Szenen - und dürfen doch niemals Gefühle zeigen: Zu allen Zeiten und in allen Regionen der Welt litten und leiden Soldaten an traumatischen Erlebnissen während ihrer Kriegseinsätze, doch gesprochen hat darüber über Generationen niemand. Das hat sich inzwischen geändert, es gibt Programme die traumatisierte Kriegsveteranen behandeln, die Symptome der posttraumatischen Stresskrankheit von Soldaten, kurz PTSD genannt, sind bekannt.
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Alarmierend viele US-Soldaten nehmen einer Studie zufolge während ihrer Einsätze im Irak und in Afghanistan täglich Antidepressiva. Die Medikamente könnten der Grund für die hohe Selbstmordrate in der Armee sein.
Sie erleben täglich unvorstellbar grausame Szenen - und dürfen doch niemals Gefühle zeigen: Zu allen Zeiten und in allen Regionen der Welt litten und leiden Soldaten an traumatischen Erlebnissen während ihrer Kriegseinsätze, doch gesprochen hat darüber über Generationen niemand. Das hat sich inzwischen geändert, es gibt Programme die traumatisierte Kriegsveteranen behandeln, die Symptome der posttraumatischen Stresskrankheit von Soldaten, kurz PTSD genannt, sind bekannt.
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Donnerstag, 25. Februar 2010
Verstoss gegen Religionsfreiheit in der Türkei
VOLKSBLATT - Die Tageszeitung für Liechtenstein 23.02.2010
STRASSBURG - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen Verstosses gegen die Religionsfreiheit verurteilt. Die Strassburger Richter gaben 127 Mitgliedern einer muslimischen Sekte Recht, die in der Türkei strafrechtlich verfolgt wurden.
Die Kläger waren 1997 zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie mit langen Gewändern und Turbanen durch die Hauptstadt Ankara gezogen waren. Der Gerichtshof für Menschenrechte rügte die Verurteilung als unverhältnismässig.
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STRASSBURG - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen Verstosses gegen die Religionsfreiheit verurteilt. Die Strassburger Richter gaben 127 Mitgliedern einer muslimischen Sekte Recht, die in der Türkei strafrechtlich verfolgt wurden.
Die Kläger waren 1997 zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie mit langen Gewändern und Turbanen durch die Hauptstadt Ankara gezogen waren. Der Gerichtshof für Menschenrechte rügte die Verurteilung als unverhältnismässig.
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Voodoo-Kult auf Haiti - Der Gott steigt hinab ins Schlammloch
tagesschau.de 07.08.2005
Sie reden in einer Sprache, die sie selbst nicht verstehen, unterhalten sich mit Geistern, bitten, klagen, singen. Und wenn sie wieder aus ihrer Trance erwachen, erinnern sie sich dunkel, dass sie den Göttern nahe waren. Stefan Rocker berichtet über die Voodoo-Priester auf Haiti.
Von ARD-Korrespondent Stefan Rocker, Mexiko Stadt
Der Aufstieg zu Pferd ist mühsam und dauert drei Stunden. Jacqueline Joseph ist eine junge Voodoo-Priesterin. Sie will zum Beten hoch in die Berge, zu einem Kultplatz im Norden Haitis. In den Grotten und Höhlen des Bergmassivs wohnt der Gott, den sie verehrt: Ogou Feray – auch St. Jacques genannt. Er liebt Feuer und Alkohol, vorwiegend Rum. Jedes Gebet beginnt mit diesen Gaben. Erst dann lässt St. Jacques mit sich sprechen", erklärt die Priesterin. "Dieser Ort hier oben wird die Pforte von Saint Jacques genannt. Manchmal steigt er hinab nach Plaine du Nord, dann gibt es ein Fest. Aber zuerst musst du ihn hier oben um Beistand bitten".
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Sie reden in einer Sprache, die sie selbst nicht verstehen, unterhalten sich mit Geistern, bitten, klagen, singen. Und wenn sie wieder aus ihrer Trance erwachen, erinnern sie sich dunkel, dass sie den Göttern nahe waren. Stefan Rocker berichtet über die Voodoo-Priester auf Haiti.
Von ARD-Korrespondent Stefan Rocker, Mexiko Stadt
Der Aufstieg zu Pferd ist mühsam und dauert drei Stunden. Jacqueline Joseph ist eine junge Voodoo-Priesterin. Sie will zum Beten hoch in die Berge, zu einem Kultplatz im Norden Haitis. In den Grotten und Höhlen des Bergmassivs wohnt der Gott, den sie verehrt: Ogou Feray – auch St. Jacques genannt. Er liebt Feuer und Alkohol, vorwiegend Rum. Jedes Gebet beginnt mit diesen Gaben. Erst dann lässt St. Jacques mit sich sprechen", erklärt die Priesterin. "Dieser Ort hier oben wird die Pforte von Saint Jacques genannt. Manchmal steigt er hinab nach Plaine du Nord, dann gibt es ein Fest. Aber zuerst musst du ihn hier oben um Beistand bitten".
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Weltkongress der Kabbalisten
HNA.de 24.01.2010
Melsungen. Zum ersten Mal fanden zeitgleich in 40 Ländern Kongresse für die Anhänger der Kabbala statt - einer davon am Wochenende in der Melsunger Kulturfabrik.
Anhänger der Kabbala sind ein Leben lang auf dem Weg, die Erkenntnis zu erlangen, worin der Sinn des Lebens besteht und wie sich die aktuellen weltweiten Probleme lösen lassen.
Bei ihren Studien sind sie allenfalls übers Internet verbunden - doch in der Regel allein. Eine Möglichkeit, die anderen kennen zu lernen, bieten solche Kongresse. Diese finden in der Regel getrennt voneinander statt, nun zum ersten Mal gleichzeitig weltweit.
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Melsungen. Zum ersten Mal fanden zeitgleich in 40 Ländern Kongresse für die Anhänger der Kabbala statt - einer davon am Wochenende in der Melsunger Kulturfabrik.
Anhänger der Kabbala sind ein Leben lang auf dem Weg, die Erkenntnis zu erlangen, worin der Sinn des Lebens besteht und wie sich die aktuellen weltweiten Probleme lösen lassen.
Bei ihren Studien sind sie allenfalls übers Internet verbunden - doch in der Regel allein. Eine Möglichkeit, die anderen kennen zu lernen, bieten solche Kongresse. Diese finden in der Regel getrennt voneinander statt, nun zum ersten Mal gleichzeitig weltweit.
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Mittwoch, 24. Februar 2010
Mit Vodou gegen die Erdbebenfolgen
Von Andrea Steinke Zeit Online 10.02.2010
Vodou und Katholizismus sind fest verankert im Alltag der Menschen in Haiti. Aber auch der Vodou muss sich von den Folgen des Erdbebens erholen.
Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti gerät auch wieder die Religion der Haitianer, der Vodou*, in den Blick. Obwohl der haitianische Ex-Präsident Aristide 2003 den Vodou explizit als Religion anerkannt hat, wird die Wahrnehmung dieser Religion noch immer von Klischeevorstellungen geprägt. Viele Menschen denken ausschließlich an Tieropfer oder mit Nadeln gespickte Voodoo-Puppen. Es ist die Rede von einem forschrittresistenten und blutigen Kult. Er halte die Haitianer fest in ihrer Armut und verschließe sie vor der notwendigen Modernisierung.
Dabei gibt der Vodou den Haitianern in schweren Zeiten Halt. Und Notzeiten sind in Haiti Dauerzustand. Ihre prekäre Situation lässt sich schwer mit geopferten Hühnern erklären. Die Ursachen sind eher in der kolonialen Vergangenheit und in politischen und ökonomischen Machtinteressen begründet.
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Vodou und Katholizismus sind fest verankert im Alltag der Menschen in Haiti. Aber auch der Vodou muss sich von den Folgen des Erdbebens erholen.
Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti gerät auch wieder die Religion der Haitianer, der Vodou*, in den Blick. Obwohl der haitianische Ex-Präsident Aristide 2003 den Vodou explizit als Religion anerkannt hat, wird die Wahrnehmung dieser Religion noch immer von Klischeevorstellungen geprägt. Viele Menschen denken ausschließlich an Tieropfer oder mit Nadeln gespickte Voodoo-Puppen. Es ist die Rede von einem forschrittresistenten und blutigen Kult. Er halte die Haitianer fest in ihrer Armut und verschließe sie vor der notwendigen Modernisierung.
Dabei gibt der Vodou den Haitianern in schweren Zeiten Halt. Und Notzeiten sind in Haiti Dauerzustand. Ihre prekäre Situation lässt sich schwer mit geopferten Hühnern erklären. Die Ursachen sind eher in der kolonialen Vergangenheit und in politischen und ökonomischen Machtinteressen begründet.
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Böss in Berlin: Jesus um Jesus, Kreuz um Kreuz
Von Gideon Böss Welt Online 19.02.2010
Wieder einmal geht es um das Kruzifix. Jetzt in nordrhein-westfälischen Gerichtssälen. Das Düsseldorfer Landgericht ist umgezogen und hat keine Kreuze mehr an den Wänden. Zwar gilt das mittlerweile für die meisten Gerichtssäle, doch wird von christlicher Seite dennoch um jeden Jesus gekämpft.
Die Argumente sind dabei immer wieder erstaunlich. Da fallen zum Beispiel von CDU-Seite solche Sätze: „Das Christentum ist keine Privatsache.“ Wie bitte? Selbstverständlich ist das Christentum Privatsache. Den einen bedeutet diese Religion etwas, den anderen ist sie egal oder vielleicht sogar verhasst. Jeder hat eben andere Hobbys. Es muss ja nicht immer Briefmarkensammeln sein. Gott ist auch okay. Mehr aber auch nicht. Er sollte eigentlich nur innerhalb seiner Kreise eine privilegierte Stellung einnehmen und ein Gerichtssaal gehört da sicher nicht dazu. Für was gibt es denn Kirchen?
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Wieder einmal geht es um das Kruzifix. Jetzt in nordrhein-westfälischen Gerichtssälen. Das Düsseldorfer Landgericht ist umgezogen und hat keine Kreuze mehr an den Wänden. Zwar gilt das mittlerweile für die meisten Gerichtssäle, doch wird von christlicher Seite dennoch um jeden Jesus gekämpft.
Die Argumente sind dabei immer wieder erstaunlich. Da fallen zum Beispiel von CDU-Seite solche Sätze: „Das Christentum ist keine Privatsache.“ Wie bitte? Selbstverständlich ist das Christentum Privatsache. Den einen bedeutet diese Religion etwas, den anderen ist sie egal oder vielleicht sogar verhasst. Jeder hat eben andere Hobbys. Es muss ja nicht immer Briefmarkensammeln sein. Gott ist auch okay. Mehr aber auch nicht. Er sollte eigentlich nur innerhalb seiner Kreise eine privilegierte Stellung einnehmen und ein Gerichtssaal gehört da sicher nicht dazu. Für was gibt es denn Kirchen?
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Montag, 22. Februar 2010
Kirchenaustritt wird meistens finanziell begründet
Junge Freiheit 23.02.2010
BERLIN. Austritte aus einer der beiden großen Kirchen werden in Deutschland vor allem mit der Kirchensteuer begründet. Dies hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Internetportals der Apotheken-Umschau ergeben. Danach hat jeder siebte Deutsche (14,2 Prozent) einen Kirchenaustritt hinter sich. Die Mehrheit (59,6 Prozent) begründet diesen Schritt damit, daß die Kirchensteuer zu hoch war.
47,3 Prozent erklärten, nur ein geringes Interesse an Religion und Kirche zu haben. Ein Drittel (33,4 Prozent) gab an, sich nicht mehr mit den Zielen der Kirche identifizieren zu können. Jeder Vierte (25,2 Prozent) kehrte der Kirche den Rücken, um damit seine Kritik an führenden Kirchenvertretern zum Ausdruck zu bringen.
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BERLIN. Austritte aus einer der beiden großen Kirchen werden in Deutschland vor allem mit der Kirchensteuer begründet. Dies hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Internetportals der Apotheken-Umschau ergeben. Danach hat jeder siebte Deutsche (14,2 Prozent) einen Kirchenaustritt hinter sich. Die Mehrheit (59,6 Prozent) begründet diesen Schritt damit, daß die Kirchensteuer zu hoch war.
47,3 Prozent erklärten, nur ein geringes Interesse an Religion und Kirche zu haben. Ein Drittel (33,4 Prozent) gab an, sich nicht mehr mit den Zielen der Kirche identifizieren zu können. Jeder Vierte (25,2 Prozent) kehrte der Kirche den Rücken, um damit seine Kritik an führenden Kirchenvertretern zum Ausdruck zu bringen.
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Sonntag, 21. Februar 2010
Warsteiner Brauerei und das Scientology-Gerücht - Die Rufmordkampagne
Bereits am 17.10.1994 berichtete der Spiegel in seiner Ausgabe 42/1994 Rufmord - Neid und Mißgunst über Rufmord-und Verleumdungskampagnen gegen diverse Unternehmen wie z.B. Coca-Cola, US-Konzern Procter & Gamble, McDonald's, Asklepios Kliniken GmbH und Warsteiner Brauerei. Über das letzt genannte Unternehmen schrieb der Spiegel:
Im Januar war - erstmals in Hamburger Kneipen - das Gerücht aufgetaucht, die Warsteiner Brauerei habe etwas mit der übel beleumdeten Scientology-Sekte zu tun. Wenig später wurde gemunkelt, Brauereichef Cramer sei Sektenmitglied und die Scientologen hätten die Mehrheit an der größten deutschen Privatbrauerei übernommen.
Das Gerücht waberte weiter und sorgte bald auch an holsteinischen und westfälischen Tresen für Gesprächsstoff. Im August dementierte die Firma in einem Rundschreiben an Wirte "ausdrücklich und mit jeder Konsequenz" Kontakte zu der Sekte.
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Im Januar war - erstmals in Hamburger Kneipen - das Gerücht aufgetaucht, die Warsteiner Brauerei habe etwas mit der übel beleumdeten Scientology-Sekte zu tun. Wenig später wurde gemunkelt, Brauereichef Cramer sei Sektenmitglied und die Scientologen hätten die Mehrheit an der größten deutschen Privatbrauerei übernommen.
Das Gerücht waberte weiter und sorgte bald auch an holsteinischen und westfälischen Tresen für Gesprächsstoff. Im August dementierte die Firma in einem Rundschreiben an Wirte "ausdrücklich und mit jeder Konsequenz" Kontakte zu der Sekte.
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Tic Tac Toe: Ricky wird jetzt Religionslehrerin
Tic Tac Toe Sängerin Ricky(Ricarda Wältken); Quelle:bild.deHamburger Morgenpost 30.10.2009
"Es ist mein Traum, seit ich ein kleines Mädchen war. Dann kam Tic Tac Toe dazwischen", sagte die 31-Jährige. Ricky studiert Mathe und Religion im achten Semester.
München - Mitte der 90er Jahre schnauzte sie mit ihrer Girlband "Tic Tac Toe" ganz Deutschland an: "Ich find dich scheiße"! Anschließend forderte sie "Verpiss dich". Mittlerweile ist Ricarda "Ricky" Wältken längst wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen.
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Englisch-Künstler Oettinger: Schlimmer als "Westerwave"
Von Carsten Volkery Spiegel Online 25.01.2010
Englisch ist für Günther Oettinger die Arbeitssprache der Zukunft - alle müssten sie können. Alle außer dem deutschen EU-Kommissar? Seine eigenen Probleme mit der Fremdsprache machen den Schwaben nun zum YouTube-Opfer.
London - Wenn Günther Oettinger in den vergangenen Monaten gefragt wurde, wie es um sein Englisch bestellt sei, kam stets die Antwort, das sei ganz in Ordnung. "Gute Kenntnisse" bescheinigte er sich selbst in dem Bewerbungsbogen, den er für die Anhörung vor dem Europaparlament ausfüllte.
"Ich bin in Englisch, was das Gespräch angeht, sehr sicher", zitierte die "Financial Times Deutschland" den angehenden EU-Energiekommissar nach seiner Nominierung im Oktober. Er habe nur einige Schwächen bei Fachbegriffen, die wolle er bis zum Jahresende mit einem Englisch-Lehrer beheben.
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Englisch ist für Günther Oettinger die Arbeitssprache der Zukunft - alle müssten sie können. Alle außer dem deutschen EU-Kommissar? Seine eigenen Probleme mit der Fremdsprache machen den Schwaben nun zum YouTube-Opfer.
London - Wenn Günther Oettinger in den vergangenen Monaten gefragt wurde, wie es um sein Englisch bestellt sei, kam stets die Antwort, das sei ganz in Ordnung. "Gute Kenntnisse" bescheinigte er sich selbst in dem Bewerbungsbogen, den er für die Anhörung vor dem Europaparlament ausfüllte.
"Ich bin in Englisch, was das Gespräch angeht, sehr sicher", zitierte die "Financial Times Deutschland" den angehenden EU-Energiekommissar nach seiner Nominierung im Oktober. Er habe nur einige Schwächen bei Fachbegriffen, die wolle er bis zum Jahresende mit einem Englisch-Lehrer beheben.
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Falscher Mythos: Der Holocaust und die Legende vom Schweizer Bankgeheimnis
Bankschliessfach; Quelle: nzz.chVon Kai Schöneberg Financial Times Deutschland 16.02.2010
Immer wieder muss die Rettung jüdischer Gelder vor den Nazis als Grund für die Entstehung des Bankgeheimnisses 1934 herhalten. Geschaffen wurde der Irrglaube in den 60er-Jahren durch eine PR-Kampagne eines Vorläufers der Credit Suisse.
Die rechtspopulistische SVP wettert über die "Kriegserklärung", die schweizerischen Christdemokraten sprechen von einer "modernen Form des Banküberfalls", die ansonsten nüchterne "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) regt sich darüber auf, dass die Regierung in Bern "die Ungeheuerlichkeit der staatlichen Hehlerei zu Berlin nicht scharf zurückweist".
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Samstag, 20. Februar 2010
Prozess gegen Psychiater: Für verrückt erklärt
Frankfurter Rundschau 04.02.2010
Tanja Afflerbachs Körper ist auf der Flucht. Ihre Nerven sind immer angespannt, die Nackenhaare sträuben sich und die Augen flackern. Gegen die Schmerzen pumpt ein handgroßer Apparat in der Bauchdecke Morphium ins Blut. "Sonst könnte ich keine Sekunde weiterleben", sagt die 38-Jährige aus dem westfälischen Siegen. Ihr Körper spielt verrückt - ihr Geist aber ist hellwach. Sie benutzt lateinische Begriffe für die vielen Qualen und Beschwerden, die Psychopharmaka bei ihr ausgelöst haben.
Afflerbach führt vor dem Siegener Landgericht einen beispiellosen Prozess gegen ihre früheren Psychiater. Am 5. Februar wird das Gericht über die Höhe des Schmerzensgelds entscheiden, das Tanja Afflerbach bekommen muss. Sie könnte die erste Patientin in Deutschland sein, die eine falsche Therapie mit Nervenmitteln nachweisen kann. "Ich musste das Leben einer Verrückten führen, ohne verrückt zu sein", sagt die Frau mit dem Kurzhaarschnitt und den weichen Körperformen. Als Jugendliche war sie eine sehr gute Schülerin und trainierte im Leistungskader des deutschen Skiverbands. Nun erzählt die Frau mit der schmalen Nickelbrille auf der Stupsnase in druckreifen Sätzen, wie sie als Psychotikerin abgestempelt wurde. Sie will, dass ihr geglaubt wird. Manchmal bricht ihre Stimme, die Tränen fließen.
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Tanja Afflerbachs Körper ist auf der Flucht. Ihre Nerven sind immer angespannt, die Nackenhaare sträuben sich und die Augen flackern. Gegen die Schmerzen pumpt ein handgroßer Apparat in der Bauchdecke Morphium ins Blut. "Sonst könnte ich keine Sekunde weiterleben", sagt die 38-Jährige aus dem westfälischen Siegen. Ihr Körper spielt verrückt - ihr Geist aber ist hellwach. Sie benutzt lateinische Begriffe für die vielen Qualen und Beschwerden, die Psychopharmaka bei ihr ausgelöst haben.
Afflerbach führt vor dem Siegener Landgericht einen beispiellosen Prozess gegen ihre früheren Psychiater. Am 5. Februar wird das Gericht über die Höhe des Schmerzensgelds entscheiden, das Tanja Afflerbach bekommen muss. Sie könnte die erste Patientin in Deutschland sein, die eine falsche Therapie mit Nervenmitteln nachweisen kann. "Ich musste das Leben einer Verrückten führen, ohne verrückt zu sein", sagt die Frau mit dem Kurzhaarschnitt und den weichen Körperformen. Als Jugendliche war sie eine sehr gute Schülerin und trainierte im Leistungskader des deutschen Skiverbands. Nun erzählt die Frau mit der schmalen Nickelbrille auf der Stupsnase in druckreifen Sätzen, wie sie als Psychotikerin abgestempelt wurde. Sie will, dass ihr geglaubt wird. Manchmal bricht ihre Stimme, die Tränen fließen.
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Freitag, 19. Februar 2010
Russische Oppositionelle(Larissa Arap) kommt aus Psychiatrie frei
Larissa Arap vor und nach dem Aufenthalt in der Psychiatrie; Quelle: gdb.rferl.orgIn der Gummizelle weggesperrt Von Bernhard Clasen taz.de 31.07.2007
Die russische Oppositionelle Larissa Arap wird in eine Murmansker Klinik zwangseingewiesen. Grund: ein kritischer Artikel über die Lage in der Psychiatrie
BERLIN taz In Russland werden unliebsame Oppositionelle wieder in der Psychiatrie weggesperrt. Jüngster Fall: Larissa Arap, Journalistin und Aktivistin der oppositionellen "Bürgerfront" von Garry Kasparow im nordrussischen Murmansk. Anfang des Monats wurde die 48-Jährige in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. Arap hatte in einem Artikel für die oppositionelle Zeitung Der Marsch der Unzufriedenen die Zustände in der Psychiatrie im Raum Murmansk angeprangert. Dort seien, so die Autorin, an Folter grenzende Gewalt, Elektroschocks und eine erniedrigende Behandlung an der Tagesordnung.
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Einstimmiger Beschluss im Bundestag - NS-"Kriegsverräter" rehabilitiert
Plenarsaal des Deutschen Bundestags; Quelle: tagesschau.detagesschau.de 08.09.2009
Sogenannte NS-Kriegsverräter sind 64 Jahre nach Kriegsende rehabilitiert worden. Der Bundestag beschloss einstimmig, die entsprechenden Urteile der NS-Justiz aufzuheben.
Historikern zufolge waren damals willkürlich Todesstrafen verhängt worden. Vor allem die Linksfraktion hatte die Rehabilitierung initiiert und jahrelang gegen den Widerstand von Union und SPD gekämpft. Urteile gegen Deserteure im Zweiten Weltkrieg hat der Bundestag bereits 2002 aufgehoben.
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Mittwoch, 17. Februar 2010
Jesiden im Irak: Verfolgt vor, unter und nach Saddam
Von Matthias Rüb, Lalisch Frankfurter Allgemeine - FAZ.NET 03.02.2009
03. Februar 2009 Walid Abu Khudur empfängt im dicken Mantel - und in dünnen Socken. Sommers wie winters trägt er keine Schuhe. Das ist der Tempelwächter der Heiligkeit des Ortes schuldig, an dem er lebt und arbeitet. Für die Ungläubigen mag es noch angehen, in der Zufahrt und im Vorhof des Tempels die Schuhe anzubehalten, und tatsächlich laufen die Soldaten der kurdischen Peschmerga mit ihren Stiefeln übers Pflaster. Auch der Besucher wird erst unmittelbar vor dem Eintreten ins Allerheiligste des Heiligtums geheißen, sich seines Schuhwerks zu entledigen.
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Im Auftrag des Herrn nach Taiwan
Flagge von Taiwan; Quelle: nationalflaggen.deDW-WORDLD.DE - Deutsche Welle 09.02.2010
Christliche Missionare versuchen überall auf der Welt, Menschen für ihren Glauben zu gewinnen. In Taiwan haben sie es nicht leicht: Die meisten Menschen dort glauben an mehr als nur einen Gott.
Das Dach verziert mit bunten Drachenfiguren, auf dem Altar zahllose Götterstatuen und in der Luft der Duft von Räucherstäbchen: Das ist ganz normal in Taiwan, dem Land mit der vielleicht höchsten Tempel-Dichte weltweit. Weil es hier keine Kulturrevolution gab, ist das religiöse Leben traditionsreicher und lebendiger als in China.
Daoismus, Buddhismus, Konfuzianismus - daran glauben gut 80 Prozent der Taiwaner.
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Dienstag, 16. Februar 2010
Interview mit Uwe Krupp: "Eishockey ist in Kanada Religion"
Logo Hockey Canada; Quelle: de.academic.ruFrankfurter Rundschau 10.02.2010
Herr Krupp, was verbinden Sie mit Vancouver?
Ich habe 17 Jahre in der NHL gespielt und war ein paar Mal mit meinen Teams Gast bei den Canucks. Die Erinnerungen sind durchaus positiv, ich habe in Vancouver einmal fünf Punkte gemacht. Es gibt ein tolles Umfeld, die Leute sind Eishockey-affin und den Spielern gegenüber sehr respektvoll.
Welche Bedeutung haben die Canucks für Vancouver?
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Christen hoffen bei Olympia auf "mehr als Gold"
XXI. Olympische Winterspiele - Vancouver 2010; Quelle: gamesbids.comkathweb.at 11.02.2010
Religionszentren in den Olympiadörfern von Vancouver und Whistler Mountain bieten interreligiöse Seelsorge für Athleten und Funktionäre - Bei ökumenischer Initiative "More than Gold" zeigen Christen "bedingungslose Gastfreundschaft"
Ottawa (KAP) Die 2.700 Athleten aus 82 Ländern, die ab Samstag bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver um Medaillen kämpfen, sind auch seelsorglich bestens betreut. Sowohl im Olympischen Dorf in Vancouver als auch in Whistler Mountain, wo unter anderen die Schiwettbewerbe ausgetragen werden, hat das lokale Organisationskomitee ein spezielles interreligiöses Seelsorgezentrum für Angehörige der fünf großen Weltreligionen errichtet.
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Psychiater muss zahlen
Von John Schneider Abendzeitung 04.02.2010
Attest an Ehefrau übergeben: Oberlandesgericht sieht Persönlichkeitsrecht des klagenden Teppichhändlers Eberhart Herrmann verletzt. 15000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz
MÜNCHEN - Jubel-Prosecco mit Wermutstropfen: Der Teppichhändler Eberhart Herrmann hat vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG) in einem mittlerweile zwölfjährigen Rechtsstreit einen „großen Etappensieg“ gefeiert. Im Streit um ein psychiatrisches Gutachten, das der renommierte Professor Hans-Jürgen Möller über Herrmann ausgestellt und dessen Ehefrau aushändigte, kam das Oberlandesgericht zu dem Schluss, dass der Mediziner wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Klägers haftet. Möller muss neben 15000 Euro Schmerzensgeld dem Teppich-Experten jeden materiellen Schaden ersetzen, der durch die Weitergabe des Attestes enstanden ist oder noch entstehen wird.
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Attest an Ehefrau übergeben: Oberlandesgericht sieht Persönlichkeitsrecht des klagenden Teppichhändlers Eberhart Herrmann verletzt. 15000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz
MÜNCHEN - Jubel-Prosecco mit Wermutstropfen: Der Teppichhändler Eberhart Herrmann hat vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG) in einem mittlerweile zwölfjährigen Rechtsstreit einen „großen Etappensieg“ gefeiert. Im Streit um ein psychiatrisches Gutachten, das der renommierte Professor Hans-Jürgen Möller über Herrmann ausgestellt und dessen Ehefrau aushändigte, kam das Oberlandesgericht zu dem Schluss, dass der Mediziner wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Klägers haftet. Möller muss neben 15000 Euro Schmerzensgeld dem Teppich-Experten jeden materiellen Schaden ersetzen, der durch die Weitergabe des Attestes enstanden ist oder noch entstehen wird.
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Sonntag, 14. Februar 2010
Diskriminierung und Behinderung der Hare-Krishna-Bewegung in Moskau
scientology-fakten.de 13.07.2007
In den letzten Jahren ist bekannt geworden, dass religiöse Minderheiten wie z.B. Zeugen Jehovas, Mormonen, Baptisten, Scientology etc. in der Russischen Föderation mit Diskriminierung und Behinderung zu kämpfen hatten. Dass dies nicht nur eine bloße Behauptung ist, wurde durch einige Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bestätigt, die zu Gunsten der Gemeinschaften entschieden worden sind.

Hare Krishna Veranstaltung in Moskau(Juni 2006); Quelle: upload.wikimedia.org
Auf eine weitere kleine Gemeinschaft, die dasselbe Schicksal in der Russischen Föderation teilt, aber von den man nichts hört, ist die Hare Kirshna Bewegung.
Aufmerksam auf diesen Sachverhalt wurde ich durch den Artikel Orthodoxe gegen Hare-Krischna-Tempel in Moskau Russland-Aktuell 22.10.2003.
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In den letzten Jahren ist bekannt geworden, dass religiöse Minderheiten wie z.B. Zeugen Jehovas, Mormonen, Baptisten, Scientology etc. in der Russischen Föderation mit Diskriminierung und Behinderung zu kämpfen hatten. Dass dies nicht nur eine bloße Behauptung ist, wurde durch einige Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bestätigt, die zu Gunsten der Gemeinschaften entschieden worden sind.
Hare Krishna Veranstaltung in Moskau(Juni 2006); Quelle: upload.wikimedia.org
Auf eine weitere kleine Gemeinschaft, die dasselbe Schicksal in der Russischen Föderation teilt, aber von den man nichts hört, ist die Hare Kirshna Bewegung.
Aufmerksam auf diesen Sachverhalt wurde ich durch den Artikel Orthodoxe gegen Hare-Krischna-Tempel in Moskau Russland-Aktuell 22.10.2003.
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andi08
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Thema
Diskriminierung,
Hare Krishna/ISKCON,
Justiz,
Religion
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Parsen in Indien: Wenn das Zarathustra wüsste...
Historisches Bild einer Hochzeit von Parsen; Quelle: upload.wikimedia.orgVon Sascha Zastiral Die Presse.com 30.01.2010
Die Religionsgruppe der Parsen in Indien hat nur etwa 70.000 Anhänger. Weil sie sich aber so exklusiv geriert, droht ihr das Aussterben. Und darüber streiten nun die Gläubigen.
Cyrus II. Khodaiji ist erzürnt: In Russland sollen Menschen zur Religion der Zoroastrier übergetreten sein. Welch Skandal! Khodaiji, ein selbsternannter Lehrer der zoroastrischen Gemeinde Bombays (Mumbai), der sogenannten „Parsen“, wittert das Ende seiner Kultur: Also startet er einen Feldzug zur „Reinhaltung“ der Religion und wirbt junge Leute für die „PLO“, die „Parsi Liberation Organization“, an. Sie soll die Reinheit des Glaubens verteidigen – auch mit Waffen. Sollen die Russen es bloß nicht wagen, nach Bombay zu kommen!
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Todayshow berichtet über die Hilfe der Scientology in Port-Au-Prince, Haiti
Am 12. Januar 2010 ereignete sich ein schweres Erdbeben in Haiti. Nach Angaben der Regierung kamen durch das Erdbeben vermutlich 200.000 Menschen ums Leben. 250.000 weitere Personen wurden verletzt und 1,5 Millionen obdachlos. Unmittelbar nach dem Erdbeben liefen Hilfsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung an. Unter den Hilfeleistenden befanden sich Ärzte und Helfer verschiedenster Religionen oder religiösen Minderheiten wie z.B. Mormonen, Jehovas Zeugen oder Scientology.
Dass dies von manchen Medien gleich als Missionierungs- oder Werbungszweck der jeweiligen Organisation interpretiert wurde, wundert nicht. Doch um sich selber eine eigene Meinung darüber zu bilden habe ich untenstehend eine Dokumentation über die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Scientology Geistlichen in Port-Au-Prince, Haiti. Der NBC news reporter Kerry Sanders gibt einen Überblick darüber.
Dass dies von manchen Medien gleich als Missionierungs- oder Werbungszweck der jeweiligen Organisation interpretiert wurde, wundert nicht. Doch um sich selber eine eigene Meinung darüber zu bilden habe ich untenstehend eine Dokumentation über die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Scientology Geistlichen in Port-Au-Prince, Haiti. Der NBC news reporter Kerry Sanders gibt einen Überblick darüber.
Europarat mahnt Griechenland und Türkei
Plenarsaal des Europarats; Quelle: robertamsterdam.comturkishpress.de 28.01.2010
In einer Entschließung des Europarats fordern die Parlamentarier Griechenland und die Türkei auf, die Minderheitenrechte zu stärken.
In einer parlamentarischen Versammlung des Europarats fordern die Europaratsmitglieder die Türkei und Griechenland auf, den religiösen Minderheiten nach europäischen Standards Rechte einzuräumen. In der Parlamentarierversammlung der Europäischen Kommission wurde der Bericht über die Westthrazien-Türken und die nicht muslimischen Minderheiten in der Türkei gestern angenommen.
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Olympia ohne Vatikan

Die Flagge des Vatikans; Quelle: geschichteinchronologie.ch
domradio.de 12.02.2010
Warum der Papst keine Athleten zu den Winterspielen schickt
Nach dem päpstlichen Wappen hält man in Vancouver vergeblich Ausschau. Athleten aus dem Vatikan gehen bei den 21. Olympischen Winterspielen, die am Freitag in der kanadischen Stadt beginnen, nicht an den Start. Fehlende Sport begeisterung des Papstes ist nicht der Grund.
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Samstag, 13. Februar 2010
Türkei: Religionsfreiheit und Q,W,X
Aleviten fordern am 9. November 2008 - bei einer Demostration in Ankara(Türkei) - die Abschaffung der Religionsbehörde(Diyanet İşleri Başkanlığı); Quelle: aleviten.or.atVon Fikret Deniz - TURKISHPRESS 03.02.2010
Das Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in zwei Rechtsfällen die gegen die Türkei angestrengt wurden, gestern Entscheidungen gefällt. Es geht einmal um den Personalausweis mit einem Eintrag zur Religionszugehörigkeit und zum anderen mit der Benutzung von kurdischen Buchstaben W, Q, X in türkischen Dokumenten und Namenswahl.
Ein türkischer Staatsbürger mit alevitischem Hintergrund kämpfte seit 2004 für die Änderung der Religionszugehörigkeit in seinem türkischen Personalausweis. Jetzt hat S. Isik vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Recht bekommen. Die türkischen Behörden müssen seinem Wunsch nachkommen und den Eintrag im Personalausweis ändern. Bisher verweigerte die Behörde die Änderung des Eintrags zur Religionszugehörigkeit von Muslime zu Alevite. Darauf klagte er vor dem EGMR.
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Das Staatskirchenrecht hat keine Zukunft
Prof. Dr. Hermann Lübbe (links) und Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer; Quelle:Humanistischer Pressedienst (hpd.de) 15.02.2010
MÜNSTER. (exc/hpd) Der Philosoph Prof. Dr. Hermann Lübbe referierte über die Grenzen der Entwicklungsmöglichkeiten des Staatskirchenrechts. Sein Fazit: „Die enge rechtliche Verflechtung von Staat und Kirche hat keine Zukunft.“
Der renommierte Philosoph Prof. Dr. Hermann Lübbe hält die enge rechtliche Verbindung zwischen Staat und Kirchen in Deutschland, etwa beim Kirchensteuereinzug oder öffentlichen Religionsunterricht, für „nicht zukunftsfähig“. Das geltende Staatskirchenrecht werde der unaufhaltsamen Pluralisierung der Religionen voraussichtlich nicht gewachsen sein. „Was ist, wenn alle Religionsgemeinschaften die Privilegien der großen Kirchen einfordern, die ihnen dem Grundgesetz nach zustehen?“, fragte Lübbe am vergangenen Donnerstagabend bei einem öffentlichen Vortrag am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster.
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Polnische Vertriebene müssen entschädigt werden
Von Gerhard Gnauck - Welt Online 23.06.2004
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Polen zu Ausgleichszahlungen - Kein Präjudiz für deutsche Ansprüche
Der polnische Staat muss für die Vertriebenen aus den früheren polnischen Ostgebieten, die dort bei Kriegsende ihr Eigentum zurücklassen mussten, eine Entschädigungsregelung finden. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg am Dienstag entschieden. Der heute bei Krakau lebende Kläger war 1944 im heute ukrainischen Lwiw (Lemberg) geboren und als Kind mit seinen Eltern vertrieben worden. Das Gericht verurteilte die Republik Polen dazu, die Prozesskosten in Höhe von 12 000 Euro zu tragen und binnen sechs Monaten eine Regelung für diese Art von Ansprüchen auszuarbeiten.
In den früheren polnischen Ostgebieten, die heute zur Ukraine, Weißrussland und Litauen gehören, hatten mit der von Stalin betriebenen und von den westlichen Alliierten abgesegneten Westverschiebung der Grenzen etwa zwei Millionen Polen ihre Heimat verloren. Die Mehrheit davon wurde auf Grund der so genannten Republikenverträge Polens mit den damaligen Sowjetrepubliken umgesiedelt. 1952 musste der polnische Staat für diese Vertreibungsaktion der Sowjetunion auch noch die Kosten in Höhe von 76 Millionen Rubel erstatten.
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Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Polen zu Ausgleichszahlungen - Kein Präjudiz für deutsche Ansprüche
Der polnische Staat muss für die Vertriebenen aus den früheren polnischen Ostgebieten, die dort bei Kriegsende ihr Eigentum zurücklassen mussten, eine Entschädigungsregelung finden. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg am Dienstag entschieden. Der heute bei Krakau lebende Kläger war 1944 im heute ukrainischen Lwiw (Lemberg) geboren und als Kind mit seinen Eltern vertrieben worden. Das Gericht verurteilte die Republik Polen dazu, die Prozesskosten in Höhe von 12 000 Euro zu tragen und binnen sechs Monaten eine Regelung für diese Art von Ansprüchen auszuarbeiten.
In den früheren polnischen Ostgebieten, die heute zur Ukraine, Weißrussland und Litauen gehören, hatten mit der von Stalin betriebenen und von den westlichen Alliierten abgesegneten Westverschiebung der Grenzen etwa zwei Millionen Polen ihre Heimat verloren. Die Mehrheit davon wurde auf Grund der so genannten Republikenverträge Polens mit den damaligen Sowjetrepubliken umgesiedelt. 1952 musste der polnische Staat für diese Vertreibungsaktion der Sowjetunion auch noch die Kosten in Höhe von 76 Millionen Rubel erstatten.
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Freitag, 12. Februar 2010
Der Voodoo-Kult ist in Haiti eine staatlich anerkannte Religion
Advent - Verlag Lüneburg 05.02.2010
("Adventisten heute"-Aktuell, 5.2.2010) Haiti ist auf den ersten Blick ein frommes Land: Drei Viertel der Bewohner gehören einer christlichen Glaubensgemeinschaft an. 20 bis 30 Prozent gelten als evangelikal. Gleichzeitig hängen laut Schätzungen etwa 70 Prozent dem Voodoo an. Die okkulte Religion stammt ursprünglich aus dem westafrikanischen Benin. Ihre Wurzeln hat sie im Spiritismus und in Zauberei. Durch Afrikaner, die als Sklaven nach Haiti verschleppt wurden, kam diese Religion auch in die Karibik. Voodoo ist ein Dämonenkult. Es geht darum, sich die Kräfte der unsichtbaren Welt zunutze zu machen.
Im März 2003 erhob der damalige Staatspräsident Jean-Bertrand Aristide, ein früherer katholischer Priester, den Voodoo-Kult zu einer staatlich anerkannten Religion. Für das Jahr 2004 wollte er Haiti erneut Satan weihen. Anlass war das Gedenken an einen Aufstand gegen die französische Kolonialmacht. Am 14. August 1791 hatten einige Sklaven - die dem Voodoo anhingen - den Karibikstaat mit einem Tieropfer-Ritual dem Teufel für 200 Jahre versprochen, wenn das Land von der französischen Herrschaft frei werde. Am 1. Januar 1804 erreichte es seine Unabhängigkeit - somit trat der Pakt in Kraft. Der Versuch Aristides, diesen zu erneuern, schlug jedoch dank der Gebete vieler Christen fehl. Allerdings ist Voodoo bis heute eine staatlich anerkannte Religion.
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("Adventisten heute"-Aktuell, 5.2.2010) Haiti ist auf den ersten Blick ein frommes Land: Drei Viertel der Bewohner gehören einer christlichen Glaubensgemeinschaft an. 20 bis 30 Prozent gelten als evangelikal. Gleichzeitig hängen laut Schätzungen etwa 70 Prozent dem Voodoo an. Die okkulte Religion stammt ursprünglich aus dem westafrikanischen Benin. Ihre Wurzeln hat sie im Spiritismus und in Zauberei. Durch Afrikaner, die als Sklaven nach Haiti verschleppt wurden, kam diese Religion auch in die Karibik. Voodoo ist ein Dämonenkult. Es geht darum, sich die Kräfte der unsichtbaren Welt zunutze zu machen.
Im März 2003 erhob der damalige Staatspräsident Jean-Bertrand Aristide, ein früherer katholischer Priester, den Voodoo-Kult zu einer staatlich anerkannten Religion. Für das Jahr 2004 wollte er Haiti erneut Satan weihen. Anlass war das Gedenken an einen Aufstand gegen die französische Kolonialmacht. Am 14. August 1791 hatten einige Sklaven - die dem Voodoo anhingen - den Karibikstaat mit einem Tieropfer-Ritual dem Teufel für 200 Jahre versprochen, wenn das Land von der französischen Herrschaft frei werde. Am 1. Januar 1804 erreichte es seine Unabhängigkeit - somit trat der Pakt in Kraft. Der Versuch Aristides, diesen zu erneuern, schlug jedoch dank der Gebete vieler Christen fehl. Allerdings ist Voodoo bis heute eine staatlich anerkannte Religion.
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Montag, 1. Februar 2010
Klage gegen Angabe der Religion auf Steuerkarte

Diverse Lohnsteuerkarten; Quelle: karriere.de
sueddeutsche.de 25.01.2010
Marktheidenfeld - Arbeitnehmer müssen auf der Lohnsteuerkarte ihre Religionszugehörigkeit angeben - doch damit soll nach dem Willen zweier Kläger aus Unterfranken bald Schluss sein. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof in München soll nun prüfen, ob es mit der Religionsfreiheit und dem Datenschutz vereinbar ist, dass Beschäftigte in der Karte beispielsweise ihre Konfessionslosigkeit offenbaren müssen. Denn gerade bei kirchenabhängigen Arbeitgebern könne dies nach Ansicht der Kläger zu Misstrauen führen. Eine Gerichtssprecherin bestätigte den Eingang einer sogenannten Popularklage. Diese richte sich gegen eine entsprechende Regelung im bayerischen Kirchensteuergesetz. Die Klage sei inzwischen auch dem Landtag und der Staatsregierung zur Stellungnahme weitergeleitet worden. dpa
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