
Fotonegativ der Aufnahme des Turiner Grabtuches mit dem auffallend schmalen Gesicht ohne Ohren; Quelle: upload.wikimedia.org
Von Paul Badde welt.de 14.04.2010
Über eine Million Menschen haben sich angemeldet, 20.000 Reisebusse fahren täglich nach Turin. Das mysteriöse Grabtuch, das der Überlieferung nach den Leichnam Jesu bedeckt haben soll, fasziniert die Massen. Man könnte es für einen genialen Befreiungsschlag der katholischen Kirche halten.
Das Antlitz auf dem Grabtuch ist kaum mehr als ein Schatten. Doch in diesen Tagen wird es in Turin bewacht, als besuche gerade der Präsident der Vereinigten Staaten die Stadt. „Nein“, sagt ein Pilger in der langen Menschenschlange vor der Basilika San Giovanni Battista, „es ist ein König!“
Der Verdacht liegt nahe, die Ausstellung für einen genialen Befreiungsschlag der katholischen Kirche in der Stunde ihrer größten Krise zu halten, wäre sie nicht schon vor Jahren geplant gewesen
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