Von Siegfried Hofmann - Handelsblatt 06.03.2009
Die Pharmahersteller müssen mit verschärften Anforderungen an die Sicherheit ihrer Medikamente rechnen und die Hoffnung auf besseren Schutz gegen Schadensersatz-Klagen vorerst begraben. Entsprechende Schlussfolgerungen ziehen Fachleute und Branchenverbände aus einem mit Spannung erwarteten Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA.
FRANKFURT. Der Supreme Court entschied, dass ein von der Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) genehmigter Beipackzettel Pharmahersteller nicht aus der Verantwortung entlässt, ihre Medikamente bei entsprechenden Verdachtsmomenten mit zusätzlichen Warnhinweisen zu versehen. In dem konkreten Fall ging es um die Klage einer Frau, deren Arm nach der fehlerhaften Anwendung eines Medikaments des Pharmakonzerns Wyeth amputiert werden musste. Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz, die der Klägerin Schadensersatz in Höhe von sieben Mio. Dollar zugesprochen hatte.
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