
Denkmal für die Liquidatoren in der verbotenen Zone in der Nähe von Tschernobyl-Stadt. Das Denkmal wurde am 26. April 1996 eingeweiht - am 10. Jahrestag der Katastrophe, Quelle: tschernobyl-info.ch
Am 26. April jährte sich zum 23. Mal die Katastrophe von Tschernobyl; um 1.24 Uhr morgens im Jahr 1986 explodierte der vierte Reaktor des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl(nahe der Stadt Prypjat, Ukraine). Die Explosion setzte etwa 500-mal mehr Strahlung frei als die Atombombe auf das japanische Hiroshima 1945.
Während damals in Deutschland tagtäglich in den Nachrichten und Sendungen die Frage erörtert wurde, in welche Richtung die radioaktiv versuchten Wolken von Tschernobyl sich hinbewegen werden und ob wir noch Pilze essen und Milch trinken könnten, schufteten Aufräumarbeiter (Bild unten) auf dem Kernkraftgelände in Tschernobyl um notwendige Sicherheitsmaßnahmen auszuführen. Sie halfen auch beim Bau des Sarkophags aus Stahlbeton, um den zerstörten Reaktor Nummer vier sowie beim Abtransport von verstrahltem Gerät zu zentralen Sammellagern. Die Aufräumarbeiter sind die vergessenen Helden, auch Liquidatoren genannt oder die sich selbst sarkastisch "Bioroboter" nannten.
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