Freitag, 11. Dezember 2009

Religions-Mix in den USA

In Deutschland warnt die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann vor einer Vermischung des Christentums mit anderen religiösen Traditionen, während die Situation in den USA anders aussieht. Mit Tai-Chi oder Yoga-Kursen an Evangelischen Akademien habe sie Probleme, sagte die evangelische Theologin in einem von der in Frankfurt erscheinenden Zeitschrift "Chrismon" (April-Ausgabe) dokumentierten Gespräch mit dem Benediktinermönch und Zen-Meister Willigis Jäger. Käßmann: "Im Christentum gibt es genügend eigene Kraftquellen."

Käßmann wandte sich gegen eine "Wellness-Spiritualität". Christentum sei "anstrengender". Dort müsse man sich in die Gemeinschaft einfinden. "Jesus Christus ist keine Naturgottheit, die mir auf dem Waldweg begegnet."

Die Auszüge aus dem Focus-Artikel 'USA: Religion als Baukasten‎' vom 10.12.09 zeigen eine andere Einstellung und Situation im 'Religions-Mix' in den USA.

Die meisten Amerikaner basteln sich nach Ergebnissen einer Umfrage ihre eigene Privatreligion aus unterschiedlichen Glaubensvorstellungen zusammen. Dabei fließen oft christliche Traditionen mit Bestandteilen asiatischer Religionen oder New-Age-Elementen zusammen, wie eine am Mittwoch vorgestellte Studie des Pew-Forums zu Religion und öffentlichem Leben zeigt...

Nahezu ein Viertel aller Befragten und 22 Prozent der bekennenden Christen gab an, an die Reinkarnation zu glauben, also an die Vorstellung, nach dem Tod in anderer Gestalt immer wieder neu geboren zu werden...


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