Freitag, 25. Dezember 2009

Pharmakonzerne halten Daten zurück

Auch beim Grippemittel Tamiflu kritisieren Forscher, die den Nutzen prüfen wollten, einen Mangel an zugänglichen Daten. Quelle: media.news.de

Auszug aus dem Artikel Pharmakonzerne halten Daten zurück news.de vom 16.12.2009

Pharmahersteller lassen sich bei Arzneimittelstudien nur ungern in die Karten schauen. Dass sie negative Ergebnisse unter Verschluss halten, kritisieren Experten schon lange. Sie fordern jetzt eine Veröffentlichungspflicht für alle Studien.

Das Medikament war nicht lange auf dem Markt, aber es avancierte rasch zum Verkaufsschlager. Das 1999 eingeführte Schmerzmittel Vioxx bescherte dem Hersteller Merck Umsätze in Milliardenhöhe. Im Jahr 2004 nahm der Konzern das Präparat vom Markt, weil es die Herzinfarktgefahr steigerte. Allein in Deutschland, so schätzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), sind rund 7000 Menschen durch Einnahme von Vioxx erkrankt oder verstorben.


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