Samstag, 19. Dezember 2009

Deutscher Menschenrechtsbeauftragter: "Es gibt auch ein Recht auf Mission"

Berlin/Deutschland, 28.06.2009/APD

Der Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Günter Nooke, hat die Debatte über den Mord an zwei deutschen Entwicklungshelferinnen im Jemen kritisiert. Die Diskussion drohe in die falsche Richtung zu gehen, sagte Nooke der Zeitung "Rheinpfalz am Sonntag". Es sei absurd, den beiden jungen Frauen vorzuwerfen, sie hätten durch eine "missionarische" Tätigkeit selbst Schuld an ihrem Tod. Wenn man das akzeptiere, dann hätten auch die Toten an der Berliner "Mauer" selbst Schuld getragen, weil sie sich in Gefahr begeben hätten.

Zum Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit gehöre, seine Religion offen vertreten zu dürfen, so der CDU-Politiker: "Dazu zählt in gewisser Weise auch der Missionsauftrag". Mission sei nicht verboten, betonte Nooke. Religion sei keine Privatsache. Es könne nicht sein, dass die Abkehr vom Islam mit dem Tode bedroht werde, während die Christen mit der Schere im Kopf "leben müssen und nicht einmal mehr über ihre Religion reden dürfen".

Nach der Ermordung der beiden jungen Frauen läuft in Deutschland eine Debatte darüber, ob Engagement in einem Land wie dem Jemen zu verantworten sei. Die beiden jungen Frauen waren Studentinnen einer evangelikalen Bibelschule im westfälischen Lemgo; im Jemen waren sie mit einer niederländischen Hilfsorganisation im Einsatz.


Den Rest des Beitrags lesen...

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen