Freitag, 18. September 2009

Amokläufer von Ansbach in psychotherapeutischer Behandlung?

Es ist noch gar nicht lange her als der Amoklauf von Winnenden, am Mittwoch, dem 11.03.09, uns in Atem gehalten hat. Der frühere Mitschüler Tim Kretschmer (17) bricht in den Unterricht im schwarzen Kampfanzug in zwei Klassenräume der Albertville-Realschule ein und schießt wild um sich. Am Ende des Amoklaufs sind 16 Menschen tot: 8 Schülerinnen, 1 Schüler, 3 Lehrerinnen, 1 Beschäftigter einer Psychiatrie, 2 Mitarbeiter eines Autohauses sowie der Täter selbst.

Gestern, am 17. September, ist es wieder passiert; Der Schüler und Amokläufer 'Georg' drang im dritten Stock des Carolinum-Gymnasiums (Ansbach) ein und schleudert einen Molotow-Cocktail in das Zimmer einer 11. Klasse und geht mit der Axt auf Schülerinnen los.

Carolinum-Gymnasiums in Ansbach, Quelle: rp-online.de

Was hatten die Täter gemeinsam?

Sie waren nicht nur Schüler oder Ex-Schüler, sondern befanden sich in psychiatrischer oder psychoterapeutischer Behandlung.

N24 berichtet:
Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor berichtet, im Zimmer des 18-Jährigen seien Briefe gefunden worden, in den von einer bevorstehenden "Apokalypse" die Rede gewesen sei. Der Sender berichtete zudem, der Gymnasiast habe sich schon seit längerem in einer Psychotherapie befunden.
Interessant ist die Reaktion nach dieser Tat. Es wird verstärkt über die Sicherheit an den Schulen diskutiert; was verständlich ist.

Wie im Fall Tim Kretschmer wird die psychotherapeutische Behandlung des Amokläufers von Ansbach nur am Rande erwähnt. Die Behandlungsmethoden werden nicht hinterfragt. Wie sah die Behandlung aus; gibt es mögliche Nebenwirkungen? Was kostet diese Behandlung und wie sehen die 'Heilungserfolge' aus. Doch die Kritik an den psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsmethoden von Betroffenen und Angehörigen wächst. Siehe Pressemitteilung vom 18.03.2009 Amoklauf von Winnenden: Menschenrechtsverein zeigt Psychiater von Tim Kretschmer an!

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